Aikido-Intensivkurs
| 📅 | 05.10.2026, 09:30 - 09.10.2026, 16:00 |
|---|---|
| 📍 | Budo Schule Samurai, Eisfeldstr. 14(16), 8050 Zürich |
| Leitung | Budoschule Samurai |
Aikido Intensivlehrgang
Themen: Kata, Gaeshi Waza, Kombinationen, Kyusho Jitsu und Kiai Jitsu
Trainingszeiten
Mo. - Fr. 9.30 - 11.30 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr
Kosten
| 1 Training | Fr. 30.- |
| 1 Tag | Fr. 50.- |
| Woche | Fr. 250.- |
Leitung
Karl Feierabend,
- 5. Dan Aikido
- 5. Dan Jun Shihan Karate
- 1. Dan Kyusho Jitsu
- 3. HG Wing Tsun
Teilnahme: Aikidokas aller Grade
Anmeldung: Bis spätestens 2. Oktober 2026
Kyusho Jitsu
Wie bekannt ist, stammen die meisten Kampfkünste aus den verschiedenen, chinesischen Kung Fu Stilen. So stammt auch das Jiu Jitsu, das sich später, in Japan, in die verschiedenen Jiu Jitsu-Stile aufteilte, aus chinesischen Quellen. Morihei Ueshiba beherrschte mehrere dieser Stile und lernte auch in China den Kungfu Stil Bagwa. Aus deisem gesammelten Wissen entwickelte er Aikido, welches momentan eines der intelligentesten und am weitest entwickelten Kampfkunst ist. Auch das Karate stammt aus chinesischen Kung Fu Qellen. Anders als das Jiu Jitsu, das von China direkt nach Japan gelangte, nahm das Karate den Weg über Okinawa, wo in den Städten Naha, Tomari und Shuri, die ersten Karatestile entstanden. (Naha-Te – heute Goju ryu, Tomarite und Shuri-Te).
In den chinesischen Kungfu Stilen aber, aus denen alle diese Kampfkünste und Sportarten entstanden sind, haben die Meister sich auch das Wissen, aus der 2000 Jahre alten Chinesischen Medizin (TCM), zunutze gemacht. In China haben sie, unter der Bezeichnung „Dim Mak“, dieses Wissen dazu benutzt, ihre Technik effizienter zu machen. Als nun, mit den Kampfkünsten auch dieses Wissen nach Okinawa und Japan gelangte, nannte man diese Kunst Kyusho Jitsu und Kiai Jitsu.
So wie der Akupunkteur, seine Nadeln, in Meridianpunkte sticht, um die Energie darin zu manipulieren, um den Patienten zu heilen, kann man mit pressen, reiben oder schlagen, in der Kampfkunst, den Gegner schwächen, ausknocken oder sogar, wenn einem die Situation keine andere Wahl lässt, ihn töten.
Es ist sicher, dass die alten Karatemeister der Grundstile in Okinawa, dieses Wissen besassen. Sie hielten es aber geheim. Nur hochgraduierte Schüler kamen in den Genuss, dieses Wissens. Auch viele japanische Jiu Jitsu Meister beherrschten diese Kunst. Morihei Ueshiba, Hirokazu Kobayashi usw. besassen dieses Wissen auch. Sie hielten es aber ebenfalls weitgehend geheim.
Sensei Hohen, 10 Dan Karate, auf Okinawa, fiel auf, dass viele alten Meister dieses Wissen nicht mehr weitergeben und es ins Grab nehmen. Die Kunst drohte verloren zu gehen. So ging er nach Amerika und instruierte den amerikanischen Karate-Meister Georg Dillman in dieser Kunst.
Durch Georg Dillman sind wir nun auch hier, in Europa, in der Lage, Kyusho Jitsu zu lernen, und in die verschiedenen Kampfkünste (wieder) zu integrieren.
Aikido und Kyusho Jitsu
Es ist klar, dass man im Aikido, mit Kyusho Jitsu, nicht das Ziel verfolgt, den Gegner KO zu schlagen oder ihn gar zu töten. Im Aikido beschränken wir uns darauf, durch Stimulation der Meridianpunkte, den Angreifer zu schwächen, um so einen Hebel oder eine Festhaltetechnik, auch bei einem körperlich überlegenen Angreifer, mühelos und leicht ausführen zu können. Es ist ein Erlebnis, und faszinierend zu sehen, wie leicht dies geht. Auch kann man Techniken die normalerweise Gelenkverletzungen verursachen können, auf Akupunkturpunkte ausführen. Da der Schmerz grösser ist, ist dies viel effizienter – schont aber gleichzeitig das Gelenk des Partners. (z.B. Ude Kime Osae. Anstatt druck auf das Ellenbogengelenk zu geben, drückt man mit dem Oberarm auf dreifacherwärmer 12.(siehe Akupunkturtafel im Internet)).
Kiai Jitsu
Aus den gleichen chinesischen Wissensquellen, stammt das Kiai Jitsu. Kiai Jitsu hat aber nichts mit diesem, durch Mark und Bein dringende Geschreie zu tun, das man oft im Karate hört. Denn die Lautstärke des Kiai, ist nicht für seine Wirkung massgeblich. Es ist möglich, ein Kiai für andere unhörbar auszustossen, und trotzdem einen enormen Energiezuwachs zu produzieren.
In der chinesischen Medizin (TCM), im Kyusho Jitsu und im Kiai Jitsu, ist alles einem Element zugeordnet. Organe, Meridiane, Gefühle, Himmelsrichtungen, Bewegungsrichtungen, Töne und vieles mehr, sind den Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet. Wenn man nun eine Bewegung ausführt, und gleichzeitig den richtigen Ton ausstösst, ist die Bewegung einiges stärker. Berührt man mit dem anderen Arm ein Organ oder Meridian, das dem gleichen Element zugeordnet ist, verstärkt sich die Bewegung nochmals.
Im Kiai Jitsu gibt es aber auch Kombinationstöne, die bei Druck oder Schlag, auf einen Akupunkturpunkt, die Druck oder Schlagwirkung verstärkt.
In diesem Intensivkurs werden die Grundbegriffe des Kyusho Jitsu und des Kiai Jitsu vermittelt.
Taktiles Training
Taktiles Training hat nichts mit Taktik zu tun. Mit taktilem Training sensibilisiert man sein Berührungsgefühl. Um die Kraft, den Schwung und die Geschwindigkeit eines Angreifers genau zu bestimmen, reichen die visuellen Fähigkeiten nur ungenügend aus. Habe ich gelernt zu Fühlen, spüre ich genau, wie stark der Angriff ist, in welche Richtung er erfolgt, was mir Hinweise dafür gibt, wie ich ihn umleiten kann, und wie schnell er ist, damit ich mich optimal anpassen kann. Nur auf diese Weise wird es mir gelingen, einen überlegenen Angreifer, ohne jegliche Kraftanstrengung, werfen zu können, oder ihn in einen Hebel zu führen.
Auch taktiles Training findet an diesem Intensivkurs statt..